Vita

Tristan Krieg ist in Pforzheim aufgewachsen, in einer Stadt, deren Geschichte, Kontraste und Atmosphäre ihn bis heute prägen. Als Sohn einer Goldschmiedin kam er früh mit der traditionsreichen Schmuckkultur der Goldstadt in Berührung, die später zu einem zentralen Bestandteil seiner literarischen Welt wurde.
Seinen tiefen Einblick in das menschliche Wesen verdankt er jedoch seinem Beruf im Gesundheitswesen. Als Krankenpfleger in der Notaufnahme ist er täglicher Zeuge existenzieller Momente.

Dort, wo die gesellschaftlichen Masken fallen, begegnet er den Schicksalen und den oft ungeschönten Abgründen der menschlichen Psyche. Es sind diese Erfahrungen zwischen Hoffnung und Zerbrechlichkeit, die den Kern seiner Erzählungen bilden.
Der tägliche Kontrast zwischen neuem Leben und dem Moment des Abschieds; Menschen zu sehen, die ihre Lungen ein letztes Mal mit Luft füllen, oder sie achtsam auf ihrem letzten Weg zu begleiten, hat seinen Blick für das Wesentliche geschärft. Tristan Krieg schreibt nicht aus einer fiktiven Distanz heraus, sondern aus der Unmittelbarkeit des Seins.

Für ihn ist Schreiben ein Prozess des Einfühlens: Er muss vollständig in eine Geschichte eintauchen, ihre Realität spüren, damit authentische Gefühle und echte Nähe entstehen können. Sprache ist für ihn Experiment und Ausdruck zugleich, ein Werkzeug, um Atmosphären zu formen und emotionale Wahrheiten sichtbar zu machen.

„Pforzheim. Die Goldstadt“, ist seine erste Novelle. Mit ihr erfüllt er sich den lang gehegten Wunsch, seiner Heimatstadt eine eigene, literarische Stimme zu widmen, eine Geschichte, die Vergangenheit, Realität und Fiktion miteinander verbindet.